Er oder Ich.

Wie versprochen hier kommt die Fortsetzung meiner Geschichte – gespannt ? 

Seeehr gut. 

Ein ganz gaaanz anderes Ende hat diese Geschichte genommen. So habe ich das im letzten Newsletter beschrieben und ja, es ist definitiv so.

Aber zuerst müssen wir ein paar Schritte zurück. 

Ready ? 

In diesem anspruchsvollen Job angelangt, hatte ich die Verantwortung für über 10 Mitarbeiter.

Das Ziel war sehr klar. Erfolgreich zu werden und vor allem Breakeven zu erreichen.

Die Firma war seit Jahren auf dem Schweizer Markt und hatte es immer noch nicht geschafft, schwarze Zahlen zu schreiben. Auch nicht annähernd, ich konnte das einfach nicht glauben.

Einer der grössten Hersteller in Skandinavien, ein Konzern der mehrere hundert Millionen umsetzt und im hochpreisigen Schweizer Markt waren sie bei den grossen Firmen nicht mal gelistet – Hä ?! Dazu ein unterirdischer Marktanteil. Warum ? 

Für mich war es einerseits die Challenge schlechthin anderseits machte mir das echte Bauchschmerzen. 

Aber nun zum Anfang. 

Als Projektleiterin bin ich damals eingestiegen und wusste ziemlich zügig, dass der damalige Chef  in meinen Augen wenig bis nichts taugte und dies war nicht nur meine Meinung. Ein netter Kerl, ein grosser bayrischer Fussballverein, war sein Leben, super, jedem das seine. Aber jetzt im Ernst: das hatte uns nicht weitergebracht. In den internationalen Conference Calls, bei denen er deko-mässig teilnahm, lief es mir kalt den Rücken runter wenn er Englisch sprach. Please don’t. Nei bitte nöd.

An einem Montag im Frühjahr, kam er mal wieder „hoch motiviert“ ins Büro, wir hatten schlappe 900 m2 Bürofläche, eine wunderschöne Ausstellung & Bürolandschaft über die man sich freut, wenn man dort arbeiten durfte und als er wie jeden Morgen, seinen Müsliriegel und seine Kinderschokolade in die Schublade des Schreibtischs verstaute, kam mir ein Blitzgedanke. An diesem besagten Montag hab ich mir selber versprochen: ich will seinen Stuhl. Also nicht wegen seinen Riegel und der Schoki, nein, konkret hiess das: er raus – ich auf sein Stuhl. 

Hoppala, es fing in mir an zu brodeln. Ich hatte mir etwas vorgenommen, etwas in den Kopf gesetzt. Ein Ziel.

Ich kannte damals das Gesetz der Anziehung und dachte mir, so, jetzt wollen wir mal sehen, ob das Universum wirklich mitmacht. 

Was ich nicht wirklich auf dem Radar hatte, war die „Geduld“ und das eben nicht alles genau dann passiert, wenn man es gerne hätte. 

Geduld – alles andere als meine Stärke. 

Herrje.

Und Du ahnst es schon: die Geduld wurde mir zum Verhängnis.

Da in den nächsten Wochen nix passierte, und er weiterhin seine Riegel verstaute und seine schlechte Laune gleichmässig im Raum verteilte, dachte ich mir: hör mal Universum, ich helfe Dir jetzt mal bizzli auf die Sprünge und ging im Stechschritt, frontal auf das Management zu. Bäm.

Mit der Hoffnung, dass die „richtige Entscheidung“ getroffen werde, stellte ich zuerst meinen direkten Chef, danach im gleichen Atemzug den Chef meines Chef’s und gleich im Anschluss auch noch den Hauptsitz vor die Wahl: 

Er oder ich.

Er gewann. 

Ich ging. 

Meine erste richtig grosse Niederlage nach meiner Scheidung. 

Diese Niederlage hat mich einen Moment geknickt, mich aber zu der starken, ja fast schon unterschütterbaren Michelle gemacht hat, die ich heute bin. 

Was hatte ich gelernt ? 

Demut. 

Willst Du wissen wie die Geschichte weitergeht und wie es geschafft habe ? 

Ja ? 

Poste ein „Daumen hoch“ auf meiner PetitBox Facebook Seite! 

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.